Was man über den Weimaraner Wissen sollte

Der Weimaraner stammt ursprünglich aus Deutschland und gehört zu der Gruppe der Vorstehhunde. Er ist ein Gebrauchshund und wird hauptsächlich für die Jagd gezüchtet. Der Weimaraner ist der Aristokrat unter den Jagdhunden. Diese Rasse ist sehr intelligent und führerbezogen, gilt als anhänglich, verschmust sowie absolut treu und kinderlieb, doch bei der Erziehung fordert er klare Strukturen und Konsequenz. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass der Weimaraner ein sensibles Wesen besitzt, deswegen sind rohe Ausbildungsmethoden für ihn nicht geeignet.

 

Mit seiner stattlichen Größe, seinem silbrig grauen Fell und den bernsteinfarbenen Augen ist er ein besonders auffälliger Hund. Doch sollte er nicht wegen seines Aussehens gekauft werden. Zuerst sollte jeder sicher sein, genügend Zeit für seinen vierbeinigen Begleiter zu haben. 

Der Weimaraner ist ein selbstbewusster, passionierter Jagdhund, der hohe Ansprüche an seinen Besitzer stellt. Doch mit entsprechender geistiger und körperlicher Auslastung, sowie konsequenter Erziehung kann er auch als Begleithund geführt werden und ist ein treu ergebener Familienhund. Ein für den Alltag gut erzogener braver Hund bekommt mehr Freiheiten, als ein schlecht erzogener Hund. Schließlich soll das Leben mit einem vierbeinigen Begleiter Freude machen.

Ein Weimaraner ist aber mit Sicherheit kein Couchpotato, denn er will gefordert und gefördert werden!

Durch seinen großen Arbeitswillen ist er in sehr vielen Bereichen einsetzbar, wie zum Beispiel die Suche, Vorstehen, Apportieren und die Schweißarbeit. Aber auch bei der Rettungshundestaffel, Mantraining, Hundesport sowie beim Dummytraining ist der Weimaraner mit voller Hingabe dabei!

Beschreibung und Klassifikation der FCI

Gruppe 7 Vorstehhunde

Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typ -Braque-

Allgemeines Erscheinungsbild: Mittelgroßer bis großer Jagdhund, Zweckmäßiger Arbeitstyp, formschön, sehnig, mit kräftiger Muskulatur, der Rüden- bzw. Hündinnentyp soll eindeutig ausgeprägt sein.

Wichtige Proportionen: Rumpflänge zu Widerristhöhe etwa 12:11

Längenproportionen der Kopfes: Von der Nasenspitze bis zum Stirnanfang etwas länger als von dort bis zum Hinterhauptbein

Vorderhand: Abstand Ellenbogen bis Mitte Vordermittelfußknochen und Abstand Ellenbogen bis Widerrist etwa gleich.

Verhalten und Charakter (Wesen): Vielseitiger, leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdgebrauchshund mit systematischer und ausdauernden Suche, jedoch nicht übermäßig temperamentvoll, Nase von bemerkenswerter Güte, Raubzeug- und Wildscharf; auch wachsam, jedoch nicht aggressiv, zuverlässig im Vorstehen und in der Wasserarbeit, bemerkenswerte Neigung zur Arbeit.

Kopf: In Harmonie zu der Körperhöhe und zum Gesichtsschädel. Beim Rüden breiter als bei der Hündin, jedoch bei beiden im Verhältnis Breite des Oberkopfes zur Gesamtlänge des Kopfes in guter Proportion stehend. Auf der Stirnmitte eine Vertiefung.

Nasenschwamm: Groß, über den Unterkiefer vorstehend, dunkel- fleischfarben, nach hinten allmählich in grau übergehend.

Fang: Lang und besonders beim Rüden kräftig, im Profil fast kantig wirkend.

Lefzen: Mäßig überfallend; diese wie Gaumen fleischfarben, kleine Maulfalte.

Kiefer/Zähne: Kiefer kräftig, Gebiss vollständig, regelmäßig und kräftig, Schneidezähne sich reibend berührend (Scherengebiss).

Backen: Muskulös und deutlich ausgeprägt. -Trockener Kopf-

Augen: Bernsteinfarben, dunkel bis hell, von Intelligenten Ausdruck. Im Welpenalter himmelblau, rund, kaum schräg gestellt.

Behang: Breit und ziemlich lang, etwa den Mundwinkel erreichend, hoch und schmal angesetzt, unten spitz abgerundet, bei Aufmerksamkeit leicht nach vorne gedreht, gefaltet.

Hals: Edel wirkend und getragen, obere Profillinie geschwungen, muskulös, fast rund, nicht zu kurz, trocken, zu den Schultern sich verstärkend und in der Rückenlinie und Brust harmonisch übergehend.

Obere Profilinie: Von der geschwungenen Halslinie über den gut ausgeprägten Widerrist harmonisch in den relativ langen, festen Rücken übergehend.

Widerrist: Gut ausgeprägt.

Rücken: Fest und muskulös, ohne Senkung. Hinten nicht überbaut. Ein etwas längerer Rücken ist, da rasseeigentümlich, nicht fehlerhaft.

Kruppe: Becken lang und mäßig schräg gestellt.

Brust: Kräftig, aber nicht übermäßig breit; mit genügender Tiefe - fast bis zum Ellenbogen reichend - und genügender Länge, gute Wölbung, ohne tonnenförmig zu sein, mit langen Rippen, Vorbrust gut ausgeprägt.

Untere Profillinie und Bauch: Leicht ansteigend, Bauch aber nicht aufgezogen.

Rute: Rutenansatz etwas tiefer unter der Rückenlinie als bei anderen vergleichbaren Rassen, Rute Kräftig und gut behaart, in der Ruhe hängend, bei Aufmerksamkeit und bei der Arbeit waagrecht oder auch höher getragen.

Gliedmaßen, Vorderhand: Läufe - hoch -, sehnig, gerade und parallel; aber nicht zu breit stehend.

Schultern: Lang und schräg, gut anliegend, kräftig bemuskelt, gute Wickelung des Schulterblatt- Oberarmgelenkes.

Oberarm: Schräg gestellt, genügend lang und stark.

Ellenbogen: Frei und geradeliegned, weder nach innen noch nach außen gedreht.

Unterarm: Lang, gerade gestellt.

Vorderfußwurzelgelenk: Kräftig straff.

Vordermittelfuß: Sehnig, leicht schräg gestellt.

Vorderpfoten: Kräftig, gerade zur Körpermitte stehend, Zehen eng aneinanderliegend und gewölbt, längere Mittelzehen sind rasseeigentümlich unf somit nicht fehlerhaft, Krallen hell- bis dunkelgrau, Ballen gut pigmentiert, derb.

Hinterhand: Läufe - hoch -, sehnig bzw gut bemuskelt, parallel gestellt, nicht nach außen oder innen gedreht.

Oberschenkel: Genügend lang, kräftig und gut bemuskelt.

Kniegelenk: Kräftig und straff.

Unterschenkel: Lang, Sehnen deutlich hervortretend.

Sprunggelenk: Kräftig und straff.

Hintermittelfuß: Sehnig, fast senkrecht stehend.

Hinterpfoten: Kräftig, kompakt, ohne Wolfskrallen, sonst wie Vorderpfoten.

Gangwerk: Bewegungsablauf in allen Gangarten raumgreifend und fließend, Hinter- und Vorderläufe parallel gesetzt, Galoppsprung lang und flach, im Trab Rücken geradebleibend, Passgang ist unerwünscht.

Haut: Kräftig, gut, aber nicht zu eng anliegend.

Haarkleid Kurzhaar: Kurzes (aber länger und dichter als bei den meisten vergleichbaren Hunderassen), kräftiges, sehr dichtes, glatt anliegendes Deckhaar, ohne oder mit geringer Unterwolle.

Farbe: Silber-, Reh-, oder Mausgrau sowie Übergänge zwischen diesen Farbtönen, Kopf und Behänge meist etwas heller, weiße Abzeichen sind nur im geringen Maß an der Brust und an den Zehen zulässig, gelegentlich über der Rückenmitte ein mehr oder weniger ausgeprägter "Aalstrich".

Größe & Gewicht: 

Widerristhöhe Rüden: 59 bis 70 cm (Idealmaße: 62 - 67cm)

Widerristhöhe Hündinnen: 57 bis 65 cm (Idealmaße 59 - 63 cm)

Gewicht: Rüden ca 30 bis 40 kg, Hündinnen ca 25 bis 35 kg